1813 gründete Johann Gstir, Hilfspriester und Lehrer in Oberleutasch, zusammen mit musikbegeisterten Leutaschern die „Bürgermusikkapelle Oberleutasch". Die dafür benötigten 21 Instrumente wurden durch viele Unterstützer aus der kleinen Gemeinde angeschafft.
Für die Ausbildung der Musikanten sorgte Johann Gstir persönlich. Schon damals legte er großen Wert auf eine gediegene Jugendarbeit. Eine Arbeit, die sich bezahlt machen sollte. Immerhin hat sich die Musikkapelle in all diesen Jahren und nach der Zusammenlegung der Kapellen Oberleutasch und Unterleutasch (1968) zu einem stattlichen Verein entwickelt, allen bisherigen Wirrnissen im Laufe von über 200 Jahren getrotzt und ist aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken.
Bereits Ende der 1970er Jahre nahm die Musikkapelle Musikantinnen auf und zählt nun samt Kapellmeister, Marketenderinnen, Fahnenträger und Trommelzieher 54 aktive Mitglieder (Stand 2026).
In einer touristischen und doch ländlichen Gemeinde wie Leutasch gibt es das ganze Jahr über zahlreiche Anlässe auszurücken, sodass man jährlich rund 30-35 Tage zuzüglich Probenarbeit für seinen Verein unterwegs ist.
Wie schon zu den Anfängen wird auch heute noch sehr großer Wert auf eine nachhaltige Jugendarbeit gelegt. Hochmotivierte Musikant:innen, engagierte Obmänner und fachkundige Kapellmeister waren und sind ein Qualitätsmerkmal für die stets positive Weiterentwicklung der Leutascher Musikkapelle.